4000 Gärten sollen weg! – Widerstand ist machbar! IMG_3022

Wir haben uns solidarisch mit den Kämpfen der KleingärtnerInnen in Magdeburg gezeigt. Durch das Aufhängen eines Transpis und verschiedenen Gesprächen drückten wir den KleingärtnerInnen unsere Solidarität aus. Ebenfalls machten wir klar, daß wir den Widerstand gegen die Verdrängungs-Versuche der Stadt unterstützen werden.IMG_3028

Bis Oktober 2015 soll das neue Kleingartenentwicklungskonzept beschlossen werden. Aus dem 100-Seiten-Papier geht hervor, dass in den nächsten zehn Jahren bis zu 4000 Schollen im Stadtgebiet wegfallen sollen. Grund ist angeblich der immer größer werdende Leerstand in den Sparten. Die meisten Gärten sollen in Bauland verwandelt werden: es sollen auf den Grundstücken neue Eigentumshäuser entstehen. Magdeburg zählt mit 6,83 Kleingärten mit je 100 Einwohnern zu den Städten mit der größten Kleingarten-Dichte in Deutschland; der Bundesdurchschnitt liegt laut Stadtverwaltung bei vier Kleingärten.

Die KleingärtnerInnen aus Magdeburg sind jedoch seit 2012 sehr kämpferisch und wollen sich nicht einfach so verdrängen lassen:

„Wir werden keine Bettelbriefe an den Oberbürgermeister schreiben, sondern gründen eine Kleingartenpartei, die Aufsehen erregt und in den Stadtrat will. Wir rufen alle Pächter auf, der Partei beizutreten. 14 000 Kleingärtner in Magdeburg sind eine Macht.“

Wir als Initative Mietrebellen Stadtfeld unterstützen den außerparlamentarischen Widerstand auf der Straße und rufen alle KleingartenbesitzerInnen auf am 3. Oktober 2015 gemeinsam gegen Verdrängung auf die Straße zu gehen!

Friede den Gärten – Krieg den Palästen!

Kein Tag ohne Garten!
Kein Tag ohne soziale Freiräume!

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